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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

Aktuelle Tierkrankheiten

Wiederauftreten von Schmallenberg-Virus bedingten Missbildungen bei Kälbern in Bayern 2016

Datum: 16.12.2016   Autor: Dr. I. Lorenz

Schmallenberg-Virus (SBV) trat 2011 erstmals im deutsch-niederländischen Grenzgebiet auf und verbreitete sich rasch über weite Bereiche von Zentral- und Westeuropa. Im Gegensatz zum restlichen Bundesgebiet war Bayern von dieser ersten Infektionswelle in Sommer und Herbst 2011 kaum betroffen. Allerdings mehrten sich hier die Virusnachweise in Sommer und Herbst 2012, während zu dem Zeitpunkt das Geschehen, vermutlich aufgrund weitgehender Durchseuchung der Wiederkäuerbestände, in anderen Teilen Deutschlands bereits abgeflaut war.
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Blauzungenkrankheit BTV 4 in Venetien nähert sich Bayern

Datum: 22.11.2016   Autor: Dr. U. Domes, Dr. A. Randt

Das Blauzungenvirus vom Serotyp 4 hat sich in den vergangenen Jahren über die Balkanländer bis nach Österreich ausgebreitet. Entgegen der Erwartungen der Experten wurden 2016 keine Neuausbrüche in der Region Österreich mehr gemeldet. In den letzten Wochen sind aktuell in der Region Venetien in Norditalien völlig neue Fälle von BTV 4 Infektionen aufgetreten. Eine Ausbreitung des Virus nach Norden stellt ein erhöhtes Risiko für das Bundesland Tirol in Österreich und die angrenzenden Gebiete in Bayern und Baden – Württemberg dar.

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Klassische Geflügelpest: Information für Bayerische Geflügelhalter

Datum: 16.11.2016   Autor: Dr. H. Salisch

Am 12.11.2016 wurde in einem Geflügelzuchtbetrieb in Schleswig Holstein mit 30.000 Hennenplätzen eine Infektion mit H5N8-Virus festgestellt (Grumby). Die Tiere wurden am 13.-14.11.2016 getötet, um eine Ausbreitung der Tierseuche mit hochpathogenem aviärem Influenzavirus (HPAIV) zu verhindern. Zuvor wurde das Virus ab Ende Oktober bei Zugvögeln in der Küstenregion und später in mehreren Kleinbeständen und bei Wassergeflügel am Bodensee gefunden. Das Geflügel dieser Kleinbestände wurde ebenfalls tierschutzgerecht getötet. Zahlreiche Kreise in den Norddeutschen Bundesländern und in der Bodensee-Region haben umgehend zur Vermeidung einer Übertragung des Virus auf Wirtschaftsgeflügel Aufstallungsgebote (Stallpflicht) erlassen. Es gibt inzwischen Virusfunde bei tot am Starnberger See und Chiemsee gefundenem Wassergeflügel. Mit zahlreichen weiteren Nachweisen bei gefundenen Wildvögeln mit den entsprechenden regionalen Konsequenzen für Nutzgeflügel in Sperrbereichen und Beobachtungszonen ist bis zum Ende der kalten Monate zu rechnen.

Eine Gefahr für Verbraucher durch Geflügelfleisch oder Eier ist nicht gegeben, und über eine Übertragung dieses Subtyps auf Menschen ist aktuell nichts bekannt (Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR).

Gefährdet sind vor allem Hühner und Puten. Ziel muss es daher sein wie in den letzten Jahren auch die Verschleppung des Erregers in Wirtschaftsgeflügelbestände zu verhindern. Tagesaktuelle Informationen zum Seuchengeschehen sind auf den Internetseiten des Nationalen Referenzzentrum auf der Insel Riems, des bayerischen Umweltministeriums und der Geflügelverbände zu finden. Hier wird auch auf häufig gestellte Fragen zu dem Thema Geflügelpest eingegangen.

https://fli.de/­de/­aktuelles/­tierseuchengeschehen

http://www.bfr.bund.de/­de/­start.html

http://www.stmuv.bayern.de/­themen/­tiergesundheit_tierschutz

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Lumpy Skin Disease (LSD) – Die nächste Gefahr für Bayerns Rinder?

Datum: 05.08.2016   Autor: Dr. I. Lorenz

Die Lumpy Skin Disease ist eine Viruserkrankung der Rinder, die traditionell im Süden Afrikas vorkommt. Die Krankheit hat sich in den letzten fünf Jahren sehr effizient durch den Mittleren Osten bis nach Südosteuropa und Russland ausgebreitet. Kontrollmaßnahmen in den betroffenen Ländern sind bislang unterschiedlich erfolgreich.

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