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tiergesundheitsdienst bayern e.V.

Kompe­tenz und Erfah­rung in Tier­gesund­heit und Lebens­mittel­sicher­heit

Kurznachrichten

Spannende Technikertagung des Eutergesundheitsdienstes

Datum: 20.3.2017   Autor: EGD

Das Team des Eutergesundheitsdienstes hat sich auch dieses Jahr wieder in der Zentrale in Grub eingefunden und die neusten Informationen für die tägliche Unterstützung Bayerischer Milchviehhalter ausgetauscht. Neben interessanten Diskussionen über Veränderungen in der bayerischen Milchviehindustrie bestand das Fortbildungsprogramm aus einer Schulung durch Chef-Techniker Karl-Heinz Tröger (Geschäftsstelle Schwandorf), der zusätzliche technische Hinweise zur Abnahme von Melkanlagen mit seinen Kolleginnen und Kollegen geteilt hat.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Milchhygiene und Eutergesundheit. So hat die EGD-Fachbereichsleiterin Dr. Ulrike Sorge neue Ansätze zum Troubleshooting bei Euter- oder Keimzahlproblemen vorgestellt, während die Leiterin des EGD-Labors Dr. Reglindis Huber-Schlenstedt dem Team eine Einweisung in die Mastitisdiagnostik im Labor gab.

Zwei der EGD Techniker, Herr Tröger und Herr Leonard Heinzinger, haben die März 2017 erschienenen DIN ISO Normen für die Abnahme von AMS mitentwickelt. Daher bietet der EGD neben der Überprüfungen herkömmlicher Melkanlagen nun auch die Überprüfung von Melkrobotern (AMS) nach DIN ISO Normen an.

Jedes Jahr unterstützen die 23 Techniker und 20 Rinder-Fachtierärzte des TGD Bayern über 2.000 bayerische Milchviehbetriebe bei der Optimierung der Eutergesundheit und Milchhygiene. Allein in 2016 wurden hierfür über 360.000 Viertelgemelksproben vom EGD Labor auf Mastitiserreger untersucht. Die Dienste des EGD stehen jedem Milchviehhalter Bayerns offen, der die Eutergesundheit und Milchqualität in seinem Betrieb verbessern möchte.

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Neue Leitung beim Rinder- und Eutergesundheitsdienst

Datum: 22.12.2016   Autor: Dr. A. Randt

Das Rinderteam des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. hat seit 2016 Verstärkung von zwei international anerkannten Rinderspezialistinnen. Frau Dr. Ingrid Lorenz führt das Tierärzteteam des Rindergesundheitsdienstes und der Eutergesundheitsdienst wird nun von Frau Dr. Ulrike Sorge geleitet.

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Der Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. beim Welt-Rinder-Kongress in Irland

Datum: 20.07.2016   Autor: Dr. Andreas Randt

In Dublin (Irland) diskutierten vom 3. bis 8. Juli Tierärzte aus aller Welt im Rahmen des World Buiatrics Congress über die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft zu allen Aspekten der Rinderhaltung und der Erkrankungen des Rindes. Der Kongress, der alle zwei Jahre stattfindet, erreichte eine Rekord- Delegiertenzahl von 3200 Besuchern. Schon bei der Eröffnung der Veranstaltung durch den Landwirtschaftsminister wurde die große Bedeutung der Rinderhaltung für Irland deutlich, einem Land in dem es genauso viele Rinder gibt wie Menschen.

Bei vier Parallelveranstaltungen hatte der Besucher oft die Qual der Wahl zwischen mehreren interessanten Themen. Neben den Dauerbrennern wie Fruchtbarkeit und Eutergesundheit wurden auch hoch aktuelle Krankheiten wie die neuerliche Verbreitung der Blauzungenkrankheit erörtert. Öffentlichkeitwirksame Themen wie Antibiotikaresistenzen und Tierwohl wurden ebenfalls in eigenen Veranstaltungsreihen diskutiert. Neben den Vorträgen bot die umfangreiche Industrieausstellung reichlich Gelegenheit zur Kontaktaufnahme zwischen den Delegierten und mit Vertretern der Industrie.

Der Tiergesundheitsdienst Bayern nutzte mit 14 seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Gelegenheit der Fortbildung auf höchstem Weltniveau. Mit sechs wissenschaftlichen Posterbeiträgen zu aktuellen Themen der Tiergesundheit und einem Keynote Vortrag mit dem Titel: „Metabolic disturbances in neonatal calves with diarrhoea – clinical signs and treatment“ waren TGD- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv am Programm beteiligt.

Die wissenschaftlichen Beiträge finden Sie nachfolgend als PDF zum Download:


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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zu Besuch beim Tiergesundheitsdienst Bayern

Datum: 10.03.2016   Autor: Dr. Andreas Randt

Am Montag, den 07.März 2016 besuchte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Herr Christian Schmidt, den Tiergesundheitsdienst in Grub. Begleitet wurde der Minister von Frau Dr. Karin Schwabenbauer, Leiterin der Unterabteilung für Tiergesundheit und Tierschutz im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Nach einer kurzen Einführung durch Dr. Andreas Randt, Geschäftsführer und tierärztlichen Leiter des TGD, wurde dem Bundesminister die aktuellen Aufgabenschwerpunkte des Tiergesundheitsdienst Bayern vorgestellt. Verbesserung und Stabilisierung der Tiergesundheit, Verringerung von Antibiotikaresistenzen und aktive Beiträge zum Erhalt und Weiterentwicklung des Tierwohls sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der Tätigkeit des TGD.
In einem gemeinsamen Fachgespräch wurde im Anschluss sehr ausführlich über die Alternativen der betäubungslosen Ferkelkastration diskutiert. Allen Beteiligten war klar, dass es bei diesem Thema keine schnellen Lösungen gibt. Die vom TGD dargestellten Forschungsansätze, wie zum Beispiel: „Zucht auf spätpubertierende Schweinelinien“, „Erforschung der Wirksamkeit einer präpubertär eingeleiteten Hodenfunktionshemmung auf das Verhalten von Eberläufern, Ebergeruch und Geruchshemmung“ oder „Entwicklung eines modernen Schmerzmanagement bei der Kastration“ sowie der „Weiterentwicklung von praktikablen Techniken in der chirurgischen Kastration“, die den Ferkel nachweislich einem geringeren Stress und Schmerz aussetzen, als vielleicht derzeit üblich, fanden beim Bundesminister Schmidt großes Interesse. Er versprach sich dafür einzusetzen, Forschungen in diesen Bereichen zu unterstützen und zu fördern.

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Gegendarstellung zu taz-Interview mit Herrn Schweisfurth vom 02.02.2016:

Datum: 02.02.2016   Autor: Dr. Anja Rostalski

Herr Schweisfurth wird in dem Interview zitiert mit: „Wir…haben nun auch den Tierarzt gewechselt, um weniger Antibiotika einsetzen zu müssen“. Diesen Satz können wir nicht unwidersprochen stehen lassen.

Der Schweinebestand der Herrmannsdorfer Werkstätten wurde über Jahre hinweg vom Tiergesundheitsdienst Bayern betreut. In dieser Zeit hätte deren Leitung jederzeit einen anderen Tierarzt auswählen können, zumal es in dieser Region eine hohe Tierarztdichte gibt.

Richtig ist, dass der Tiergesundheitsdienst Bayern die Betreuung auf Grund unzureichender Kommunikation zwischen Betriebsleitung, Stallmitarbeitern und Tierarzt, sowie fehlendem Vertrauen und Verständnis für die Umsetzung angeordneter Maßnahmen, gekündigt hat.

Zum zweiten Teil des Satzes „…um weniger Antibiotika einsetzen zu müssen“ ist folgendes zu sagen:

Entscheidend für die kurative Tätigkeit der TGD Tierärztinnen und Tierärzte ist die rasche Genesung und das Wohl des Tieres. Nach tierärztlicher Diagnose der Erkrankung wird das Arzneimittel gewählt, dass den größten Behandlungserfolg verspricht. Bei der Anwendung von Antibiotika wird nach den „Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit antibakteriell wirksamen Tierarzneimitteln“ der Bundestierärztekammer verfahren. Die Art der Betriebsführung wird – soweit vertretbar – berücksichtigt.

Nach Festlegung der therapeutischen Maßnahmen muss sich der Tierarzt darauf verlassen können, dass seinen Behandlungsanweisungen in jedem Fall Folge geleistet wird, um erkrankten Tieren gute Heilungschancen zu geben, das Ansteckungsrisiko für gesunde Tiere zu senken und Resistenzbildungen zu vermeiden.

Tierärztliche Bestandsbetreuung bedeutet, dass der Tierarzt durch regelmäßige Besuche im Dialog mit dem Landwirt oder seinen Mitarbeitern Maßnahmen zur Krankheitsprävention erarbeitet, deren Umsetzung im Optimalfall zur deutlichen Reduktion des Medikamenteneinsatzes führt. Das setzt gegenseitiges Vertrauen, Kommunikationsbereitschaft und Willen zur Veränderung voraus.

Die etwas zusammenhangslose Bemerkung, der TGD habe „in Bayern ein Monopol“ stößt auf unser völliges Unverständnis, denn weder in diesem Fall noch in Bayern dem Land mit den meisten niedergelassenen Tierärzten kann davon die Rede sein.

Im Übrigen gelten in der konventionellen Tierhaltung die gleichen Regeln wie in der Biobranche: die eingesetzten Mengen an Antibiotika sollten so gering wie möglich gehalten werden.

Dr. Anja Rostalski

Fachabteilungsleiterin Schweinegesundheitsdienst

TGD Bayern e.V.

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Stellungnahme zu den Presseberichten über den Beitrag des Bienengesundheitsdienstes zum 8. Bayerischen Imkergespräch

Datum: 28.01.2016   Autor: Dr. Andreas Schierling

Am 28.01.2016 fand in der Schlossberghalle Starnberg das 8. Bayerische Imkergespräch statt. Dr. Andreas Schierling wurde gebeten auf dieser Veranstaltung über das erste Jahr des neu geschaffenen Bienengesundheitsdienstes (BGD) zu berichten.

In den folgenden Tagen erschienen im Münchner Merkur (30.01.2016, „Die Bienen sind noch nicht über den Berg“), auf ovb-online.de (30.01.2016) und in der Süddeutschen Zeitung (01.02.2016, „Stadt der Bienen“) Artikel über den Beitrag des BGD zum Imkergespräch.

Wenngleich ein Bericht über den BGD in den Medien von unserer Seite durchaus begrüßt wird, muss vorausgesetzt werden können, dass die durch den BGD vorgestellten Daten von den Mitarbeitern renommierter Zeitungen korrekt wiedergegeben werden. Leider ist dies in den genannten Artikeln teilweise nicht erfolgt.

Zu den missverständlich bzw. nicht korrekt wiedergegebenen Angaben soll im Folgenden Stellung genommen werden:

  • Der Fachbereich Bienen (Bienengesundheitsdienst) wird zwar von Dr. Andreas Schierling geführt, Geschäftsführer und tierärztlicher Leiter des TGD Bayern ist jedoch Herr Dr. Andreas Randt.

  • Der TGD Bayern e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Verbesserung der Nutztiergesundheit und zur Sicherung der Qualität tiereischer Lebensmittel in Bayern. Der Tiergesundheitsdienst Bayern führt Projekte zu unterschiedlichen Themen der Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung von landwirtschaftlichen Nutztieren durch. Diese Untersuchungen werden teilweise durch EU-weit ausgeschriebene Projekte des Freistaats Bayern und der Bayerischen Tierseuchenkasse gefördert. Um den Bedarf an tierärztlichen und diagnostischen Dienstleistungen bayerischer Nutztierhalten vollständig abdecken zu können, werden vom TGD Bayern e.V. auch über die geförderten Projekte hinaus viele Leistungen angeboten, die den Auftraggebern anschließend in Rechnung gestellt werden. Zu 100% staatlich gefördert sind demnach nicht alle Leistungen des TGD Bayern, sondern lediglich viele Analysen zur Bienengesundheit.

  • Die geförderten Analysen im BGD können von allen bayerischen Imkern in Anspruch genommen werden, jedoch ausschließlich durch eine Probeneinsendung zum TGD Bayern e.V. und nicht wie berichtet an weiteren Instituten in Erlangen oder Stuttgart.

  • Der Bienengesundheitsdienst verzeichnete im vergangenen Jahr 2015 insgesamt 483 Probeneingänge, die sich über alle durchgeführten Untersuchungen verteilten. Die virologischen Analysen stellen nur einen geringen Teil (23 Proben) der insgesamt durchgeführten Untersuchungen dar. Von diesen wenigen Proben konnte in 60,9% der Fälle zwar das Chronische Bienenparalyse-Virus nachgewiesen werden, die Aussage nach der 60,9% aller bayerischen Bienenvölker infiziert seien ist jedoch schlichtweg falsch, denn unsere Analysen liefern hierzu bei weitem nicht die nötige Datengrundlage. Auf diesen Umstand wurde bei der Präsentation der Daten ausdrücklich hingewiesen.

  • Die Ausführungen des BGD zu dem unter Imkern verbreitetes, jedoch unbegründetes Gerücht „Alle Bienenvölker seien mit Sporen befallen“ bezieht sich selbstverständlich auf Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut. Viren bilden keine Sporen!

Wir appellieren an die Medienvertreter auch in deren eigenem Interesse zukünftig nach Möglichkeit vor der Veröffentlichung potentiell nicht korrekter Informationen Rücksprache mit dem TGD Bayern e.V. zu halten, um die aufgetretenen Missverständnisse bei weiteren Publikationen vermeiden zu können.

Dr. Andreas Schierling

Fachabteilungsleitung Bienengesundheitsdienst

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